Gelée Royale, die Krönung der Bienenerzeugnisse

Von allen Leckereien und Nährstoffen, die ein Bienenstock zu bieten hat, ist das Gelée Royale der vornehmste. Nur spezialisierte Imkereien sind in der Lage, ihren Bienen den Königinnenfuttersaft abzuringen, und das auch nur in bescheidenen Mengen. Maximal 500 g beträgt die Ausbeute pro Jahr, denn die standesbewussten Insekten bereiten nur wenigen ihrer Artgenossen bis ins Erwachsenenalter einen besonderen Trank. Die gemeine Biene bekommt nach den ersten Larvenstadien Pollen und Honig. Der königliche Nachwuchs wird dagegen bis zur Geschlechtsreife mit dem sogenannten Weiselfuttersaft groß gezogen, der Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und nicht zuletzt Proteine in einer besonderen Wirkkombination enthält.

Die Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie hat die potente Wirkkraft des Gelée Royale schon lange für sich entdeckt. Der Turbostoff aus dem Bienenstock findet als natürliche Aufbausubstanz in unzähligen Cremes, Lotionen und Gesichtsmasken Verwendung und bereichert außerdem Nahrungsergänzungsmittel um Mineralien, Spurenelemente und wertvolle Vitamine der B-Gruppe. Früher galt der Königinnensaft sogar als Wunderdroge, die bei den unterschiedlichsten Gebrechen eingesetzt wurde. Inzwischen weiß man, dass Gelée Royale keine übernatürlichen Kräfte besitzt. Haut, Haare und der Stoffwechsel des Menschen freuen sich trotzdem, wenn sie hin wieder in den Genuss eines besonderen Nährmediums kommen, das schon den alten Ägyptern als Anti-Aging Stoff diente.

Übrigens: In der freien Natur ist jede Biene potentiell eine Königin. Die Wissenschaft hat inzwischen heraus gefunden, dass der weitere Lebensweg einer Bienenlarve ausschließlich von der Ernährung abhängt. Honig und Propolis machen aus der sorgsam umhegten Brut fleißige Arbeitsbienen, während das Gelée Royale der royalen Laufbahn genetisch den Weg ebnet.


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